Autoren haben Ideen, die sie nie zu Ende führen. Vielleicht weil sie feststellen, dass ihnen die Idee beim Schreiben verwischt oder sie doch nicht trägt. Dennoch sind oft schon Texte entstanden, die - auch wenn sie nicht vollendet sind - sich lohnen, gelesen und diskutiert zu werden. Und manchmal kann von einem Leser der entscheidende Hinweis auf die Fortführung des Textes kommen. Deshalb bietet Litrum hier Platz für literarische Fragmente (bitte einreichen unter texte@litrum.de, Betreff: Fragmente).
Warum diesen Unsinn leben, zwischen Lust und Unlust und diese Gelassenheit, jene gefährliche Gleichgültigkeit, eine sich unverhofft rächende Indolenz, in uns selber zulassen, die dieser Ungerechtigkeit zusieht ohne etwas gegen sie tun zu können!? Wir stehen zwischen Ja und Nein. Am Morgen geht die Sonne auf und am Abend geht sie wieder unter. Dazwischen Lachen und Weinen, Freude, Leid, Müdigkeit und Schmerz; aufgeklärte Abgeklärtheit. Wir stehen morgens auf, nein, nicht weil wir wollen, nein, sondern, weil wir sonst an Körper, Seele und Geist krank werden würden, wie schon so oft mit entsetzlichen Kreuzbeinschmerzen, die uns zu Affen degradieren, weil sich unsre Nerven am Leben entzünden, wenn wir untätig liegen bleiben und uns diesem Rückfall nichts entgegensetzen. Also bewegen wir uns und schaffen den Unsinn und den Kopfschmerz aus dem Schädel, auf das es erträglich, lebbar wird und bleibt, ohne Qualen. Von wegen Wehleidigkeit, Feigheit und Kleinmut. Die Vorwürfe der Mitmenschen. Lauter Unterstellungen, unerträglich. Warum setzt man sich den täglichen Unverfrorenheiten jener Spezies aus und hält auch noch den Kopf hin. Man hat es ja nicht gewollt, dieses und jenes. Leben müssen ist blamabel, jeden Morgen ein Erbrechen, den Auswurf, der sich über Tage, Wochen und Jahre, ja Jahrzehnte in uns an- und aufgestaut hat. Wir wurden nicht gefragt, ob wir das Licht der Welt erblicken wollen. Es geschah ganz einfach mit uns. Statt Verantwortlichkeit, Selbstachtung, Würde usf., erfährt man Niedertracht. Die Zuneigung oder was man für Liebe hält, wird, sobald man sie den Mitmenschen, den nahen und fernen Bekannten und den sogenannten Freunden zeigt und sich in ihr übt, ausgenutzt, geschädigt, in die Lächerlichkeit und in den Dreck gezogen. Die Ironie verkommen zu Heuchelei und Philistertum, von einer Mehrheit, einer durch und durch verkommenen und wie wir sagen, negativen Majorität, die vor materiellem Reichtum zerplatzt. Kleinbürgerliche Abgestandenheit in Palästen wohnend, in einem Saat von Kleinbürgern. Persiflage sei uns lieber, sinnlicher Esprit, als jene Geschmacklosigkeit. Überdimensionale Panzerfahrzeuge kehren die Gehwege. Säuglinge werden in gepanzerten Limousinen durch Supermärkte geschoben und auf Gehsteigen chauffiert usf., so sprichts und rufts in uns, wenn wir auf die Straße gehen, unter Menschen sind, als teilnehmende Helfer und Beobachter. Wir helfen nämlich einer alternden, gebrechlichen Frau, die zitternd und hilflos am Straßenrand steht und keine Kraft findet, dieselbe zu überqueren und begleiten sie ruhig und sicher hinüber. Wir sehen mit wachen Augen, wie eine Verkehrspolizei den viel zu schnellen Ampelwechsel für Fußgängerüberwege ignoriert, und die Verantwortlichen den Tod verunglückter Fußgänger (nicht selten mit tödlichem Ausgang, vor allem Kinder usw.) billigend in Kauf nimmt. Wir glauben uns in einer Großstadt, die uns vorkommt wie eine Wüste und suchen vergeblich nach der Oase, die uns wie eine Fata Morgana vor den Augen schwebt. Wir, das sind bislang noch Abel bis Edith, (die fünf Anfangsbuchstaben unseres Alphabets) also wir sind noch fünf. Die letzten Zehn von uns starben wie die Zehn Kleinen Negerlein, deshalb leben wir manchmal ein wenig in Angst, die den Schrecken scheut, und machen uns Sorgen um unsren schwindenden Bestand. Den von uns allen verehrten, weil liebenswürdigsten, also unseren lieben C., hätten wir letzte Woche, in der sogenannten Karwoche, fast verloren. Wir leiden alle an einer heimtückischen Zahnerkrankung. Wir nennen sie Die Sünde Der Armut, die uns noch aus den Kindertagen nachhängt und von Zeit zu Zeit, heimsucht. So auch C. Belinda, unsre Schriftführerin, hat die Ereignisse mit C., die sie fast hautnah miterlebt hat, niedergeschrieben. Unser C. mag keine totgekochten Speisen. Er zieht überhaupt die mediterranen und vergleichbaren Küchen vor. Er liebt die gesunde Kost, auch wenn er gelegentlich schwer etwas über den Durst trinkt. C. braucht das, sagt er, wenn ihm die Welt nichts mehr biete und er sich weit weg wünsche und es aus Müdigkeit nicht schaffe, rechtzeitig wegzukommen. Es sei (s)eine Flucht nach innen, ein Fliehen aus der Zeit und aus der Welt, fort in ... näher könne er es nicht beschreiben. Abgestandene tote Luft in privaten wie öffentlichen Räumen, erbricht er... Nun, unser C. hatte sich einen toten, sogenannten Weisheitszahn ziehen lassen müssen, der sich am dritten Tage als Folge der mangelhaften Extraktion, vermeintlich zu einem Abszeß im linken Unterkiefer enzündete, den man operativ öffnete. Unsere Belinda schrieb in höchster Erregung und Ergriffenheit folgendes dazu. * Dieses Ausgeliefertsein, diese kalten abweisenden Apparaturen und Instrumente; menschenverachtende medizinische Hochtechnologie. Sadistisches Personal allenthalben, das akademische noch schlimmer bisweilen als das Pflegepersonal, das die Unsicherheiten mit Lügen kaschiert, die wie winzige Speerspitzen den Patienten treffen sollen, um ihm den kritischen Blick zu nehmen, vor allem gegenüber seiner Skepsis zu den angestellten Diagnosen. Völlig unverständlich dabei, die zu tage tretende impertinente Geschäftsbeflissenheit, die an menschlicher Kälte und Seelenlosigkeit alles übertrifft. Tiere zeigen im Vergleich dazu, selbst das aller gefährlichste Raubtier bisweilen, mehr Instinkt, als jene menschliche Respektlosigkeit aus blindem Übereifer usf. Und dann immer wieder der unsinnliche, fleischlose wie leichenfahle, verletzende Sarkasmus, den wir zu hören bekommen während des Fragens und C’s. Stellungnahme. Wie ein Hohn klinkt das Wort SPRECHSTUNDE gegenüber jener Unverfrorenheit, welche aus Ungenügen mit Frechheiten antwortet, während es aus allen Winkeln und Ecken lärmt und gellt. Währenddessen bleibt C. völlig ruhig. Er nimmt dies fast mit stoischer Gelassenheit hin, während ich, Belinda, fast vor Wut und Empörung platze. Ich, Belinda, habe kein gutes Gefühl und ich schwitze aus allen Poren. Am liebsten würde ich C. packen und mit ihm das Weite suchen, die Flucht ergreifen. Doch wir sind wie gelähmt und fügen uns in dieses Schicksal, bei dem nicht der Patient im Vordergrund steht, sondern das wirtschaftliche Interesse. Sie wollen C., auf bloßen Verdacht, der vorgegaukelt und gespielt ist, hier behalten. (man munkelt und diagnostiziert einen Abszeß herbei) Gegen jene sinnentleerte Leichtfertigkeit scheint kein Kraut gewachsen. Krankenhäuser gleichen bisweilen Todesanstalten, unterstreiche ich dick, um dem Kommenden, ich ahne es für C. voraus, Nachdruck zu verleihen. C’s letzter Krankenhausaufenthalt liegt zwei Jahrzehnte zurück. Eine harmlose Mandeloperation damals. Die schönsten drei Wochen seines Lebens, wie er mir einmal eingestand. Nun erleidet er eine Tortur, alle Anzeichen weisen darauf hin, die ich ihm nicht ersparen, nicht so einfach abstellen kann, weil ich so hilflos bin wie er, in diesen Stunden. Ausgeliefert dem spielerischen Zufall eines tausendköpfigen medizinischen Instrumentariums, das von der Anonymität des Patienten lebt und gnadenlos Profit aus ihm schöpft, indem es an ihm herumdoktert, ihm mehrmals in vierundzwanzig Stunden Blut entzieht, ohne zu fragen, wortlos und ohne Begründung, mit drohender Sprachlosigkeit, die dem ungezügelten Affekt die Nadel überlässt. Doch es sollte ein drittes Mal des Blutabzapfens nicht geben, denn C’s Körper verweigerte es dem Blutsauger, der mit rot angelaufenem Kopf irritiert die Station verließ. Man gibt mir zu verstehen, durch übergroße Aufgeregtheit, das Wartezimmer aufzusuchen. Doch ich weigere mich stumm durch eine verneinende Haltung. Zwei Dutzend Mediziner und Pflegebedienstete schwirren wie aufgescheuchte Hühner durch die Räume und Flure. Flirrendes und surrendes Neonlicht. Der Lärm schlägt jeder Unpässlichkeit, und sei sie noch so harmlos, voll ins Gesicht. Sind wir in einem Krankenhaus, oder in einem Börsensaal, auf einer Wettkampf- oder Konkurrenzveranstaltung. Diese vielen Köpfe sind fast überall, nur nicht bei ihrer Arbeit und noch viel weniger bei sich. Jeder meint das Sagen zu haben und sagt nichts. Jeder tut etwas, nur nicht das richtige. Gegenseitige Störungen und Behinderungen, weil es zu viele sind, verhindern die Konzentration aufs Wesentliche. Von welchem verdeckten Unwillen werden diese Menschen getrieben und an welchem Ungenügen leiden sie, das in ihnen gärt und rumort? Sie töten hilfesuchende Menschen damit. Ich sehe, C’s Köperhaltung ist erbärmlich. Sein Kinn liegt über dem Brustbein. (er scheint völlig niedergeschlagen, niedergedrückt) Ich nehme seinen Kopf und ermuntere ihn ohne ein Wort zu sagen. Ich bedeute dem Assistenzarzt, (es sind mehrere, was soll das) daß nur ich ihm im Augenblick helfen kann. Er hat gottseidank verstanden. Dieses widerwärtige Endoskop. Was nützen diese Instrumente, wenn sie von Kindern bedient werden. Sie machen den Patienten kaputt. Ich, Belinda, erinnere mich augenblicklich an meine Kindheit, als ich, während meine Mutter Cello spielte, aus irgend einem Grund, (ich mußte aufs Gesicht gefallen sein) entsetzlich zu schreien anfing, indes sie konzentriert die Partitur, meine Not nicht erkennend, weiterspielte. (Stakkato) Ich weiß nicht, wie lange ich damals so hilflos auf der Schnauze lag, jedenfalls mußten es schlimme Minuten für mich gewesen sein auf welche noch schlimmere folgten. Denn meiner Mutter war ihr Spiel wichtiger als ich, was ich heute weiß. Wenn sie nämlich nicht mit dem Rücken zu mir musiziert hätte, hätte sie meine Notlage erkennen können. Nur durch Zufall, während sie eine Pause machte, erkannte sie meine Notlage und eilte zu mir um mich auf die Beine zu stellen. Danach ging sie in die Küche und ließ mich wieder alleine. Während sie in der Küche hantierte, lief ich zum Cello, wo es dann passierte; denn ich wollte es meiner Mutter gleich tun und versuchte mich an ihrem Instrument gütlich. Eine kindliche Ungeschicklichkeit wollte es, daß ich bei meinem Versuch auf das Cello fiel, worauf es zerbrach. Ich erinnere mich nur deshalb, weil damals für uns, besonders für meiner Mutter, Vater und Brüder, eine Welt zusammenbach, die seither einen Riss hatte, den niemand mehr kitten, entfernen konnte, selbst wenn wir unsre Welt, in der wir ganz gut zurechtkamen, mit einer anderen getauscht hätten. Sie blieb beschädigt. Das Cello blieb für immer zerbrochen ... Mutter hatte ihren Musikwettbewerb verloren, der ihr die Welt bedeutete und ich war schuld. Die Kälte meiner Mutter war von da an in meine Seele gekehrt und mit dieser Kälte nahm eine sehr einsame, entbehrungsvolle Zeit ihren Anfang ... C. war damals jener Mensch, der mich rettete. * Nun droht der Verlust von C., notiere ich. Ich halte seinen Kopf in Händen. C. wehrt ab. Laß mich, sagt er, Geh in den Rosengarten und komme in einer Stunde wieder mit meinen Sachen. Er sagt es so, daß ich ihm folge. Im Hinausgehen suche ich den Stationsarzt. Ein Heer von Weiskitteln. Ich klopfe an die Türe des Stationsraumes, die offen steht. Die drinnen sind, ignorieren mich. Ich trete ein, man ignoriert mich noch immer, während ich nach Prof. Z. frage. Keine Antwort, keine Reaktion. Ich trete an einen dunkelhaarigen jungen Mann, der mir auskunftsfreudig erscheint. Er macht Späße mit einer gut aussehenden Schwester. Keine Reaktion, man beachtet mich nicht. Noch hat er mich nicht gesehen, weil er etwas abseits, mir abgeneigt sitzt. Darf ich sie etwas fragen. Er steht auf, entschuldigt sich bei der Schwester und kommt auf mich zu. Können Sie mir sagen, wo ich den Chefarzt, Prof. Z. finden kann. Augenzwinkern, plötzliche Stille. Aufhorchen. Der junge Mann berührt mich leicht am Ellbogen und führt mich auf den Flur. Wir gehen in eine Ecke wo wir ungestört sind. Wir suchen gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Er sagt, Was haben Sie auf dem Herzen. Ich sehe an meiner Brust herunter und lächle. Ich würde gerne Prof. Z. sprechen, sage ich gefaßt. In welcher Angelegenheit. Es geht um den Patienten C., der operiert werden soll wegen ... (mir fällt der medizinische Terminus nicht ein) ... wegen einer möglichen Vereiterung im linken Unterkiefer, sage ich etwas unbeholfen. Ach, sagt er. Ach, warten Sie mal ... (Er hat einen slawischen Akzent) Ich schaue auf sein Namenschildchen und lese P. Valet Valentino. Valentino ... Valentino ... Ich merke mir Valentin und denke an Karl Valentin, um mir seinen Namen ins Gedächtnis zu ritzen. Augenblick, sagt er und läuft zu einer Schwester. Warten Sie, ich bin gleich wieder bei Ihnen. Ich stehe wie eine Salzsäule und suche mich zu beruhigen, während ich mir C’s. Zustand ausmale. Ich schaue mich um, auf die Bilder an der Wand hinter mir, lese die Stationsordnung und höre plötzlich Schritte wie aus Blei auf mich zukommen. Sie wollen Prof. Z. sprechen, sagt eine Stimme. Noch im Umdrehen rufe ich leise und wie erlöst, Jaa ... h. Prof. Z. ist verhindert. Worum geht’s. Vor mir steht nicht Valentino. Statt seiner blickt eine wie mit Raureif ummantelte Eisstange von Mensch auf mich herunter. Ich bringe kein Wort mehr heraus, schlucke, schwanke und drücke die Zehen fest auf den Fußboden um die Haltung zu bewahren. Es muß diesen Menschen wie eine Verneigung anmuten. Ein gehöriger Irrtum. Ich fasse mich. Es ist ein Einsneunziglulatsch. Mein Blick entziffert Dr. D. Härter, während mir ein winziger Lichtreflex vom Plastikschutz seines Namensschildes ins Auge sticht. Irritation aus Abneigung, von der Kalamität begünstigt. Ich überspiele mich als springe ich über meinen Schatten, um endlich die mich aufzehrende Sorge los zu werden, die wie ein unstillbares Feuer in mir brennt. Es geht um den Patienten Herrn K. C., sage ich. (Ich nenne den Vornamen mit) Er ist wegen des Verdachts eines akuten Unter-Kiefern-Abszesses auf dieser Station und soll operiert werden! (Die da spricht, nein, ruft, ist nicht mehr Belinda, bin nicht mehr ich, ist außer sich, deshalb eine andere. Dieses Gesundheitswesen ist krank und bringt Gesunde mit vermeintlich, durch eine unentschuldbare Unvorsichtigkeit der Zahnmedizin verursachte Ungeheuerlichkeit in Todesnähe) Wie ist nochmal der Name des Patienten, fragt Dr. Härter. K.... C...., er liegt auf Zimmer ...? Ich zeige in C’s. Richtung. Ah, ich bin im Bilde, habe davon gehört. Machen Sie sich keine Sorgen, die Vorbereitungen laufen noch. Ein Kollege ist grade bei ihm. Kommen Sie morgen Nachmittag, dann wissen wir mehr. (Dr. Härters Ton erweckt in mir höchstes Mißtrauen) Dankesehr, sage ich, um nicht unhöflich zu wirken und gehe zurück zu C. Ich klopfe an die Krankenzimmertüre und trete ein. Ein junger Arzt, der ihn gerade untersucht, macht eine gereizte Handbewegung. C. winkt und gibt mir zu verstehen, endlich in den Rosengarten zu gehen. Ich gehe.
Im Rosengarten
Vielleicht ist es richtig, notiere ich. Doch jede Bewegung scheint mir augenblicklich falsch. Das richtige tun, läßt man mich nicht. Also füge ich mich in Untätigkeit. Bin völlig aus der Zeit und die Unruhe über den drohenden Verlust von C. brennt mir schwarze Löcher in die Seele. Am liebsten würde ich augenblicklich, bis es vorbei ist, in einen traumlosen tiefen Schlaf hinübergleiten. Einfach für eine Weile wegsein, so wie manche Tiere in die Winterstarre fallen, in den Winterschlaf eintauchen, um diese Zeit der Not und Entbehrungen zu überstehn. Konsequenteste Verneinung einer Jahreszeit, notiere ich. Es ist früher Nachmittag. Ich verlasse die Poliklinik Richtung Rosengarten. Obwohl die Sonne scheint, fröstelt mich. Es kommt von ganz innen, dort wo es weh tut, an den Rändern, bevor ich selbst in mich hineinfalle, zusammenbreche. Plötzlich springt mir ein Hündchen ans Bein. Ich erschrecke zu Tode. Die Schrecksekunde sprengt mir das Herz, als explodierte es. Auf diesen Schreck hin entlädt sich alles in mir durch einen allesbefreienden Schrei. Ich sehe einen entrüstenden alten Herrn sich für das Benehmen seines Hündchens bei mir um Verzeihung bitten. Sogleich lächle ich und streichle dem verwunderten weißen Strolch übers Fell, dass es knistert. Die Zunge des Hündchens schleckt mir freudig über den Handrücken.